Das Buch der deutschen Poeterey zeigt einige immernoch aktuelle Konventionen der Lyrik auf (die Form des Sonetts, Kadenz, Metrik), erweist sich in anderer Hinsicht (Einteilung von Texten, erlaubte/nicht erlaubte Reime) jedoch als recht archaisch. Dies ist natürlich nicht vermeidbar, wenn man bedenkt wie alt Martin Opitz Werk bereits ist. In diesem Zusammenhang lässt sich durchaus sagen, dass es beachtlich ist, wieviele Regelungen auch heute Gebrauch finden.

Es war anfänglich etwas schwer sich in den Text einzufinden, da die Schreibweise natürlich der Entstehungszeit entspricht. Ich musste mehrere Absätze wiederholt lesen um ihren Inhalt genau zu erfassen, manchmal entzog er sich mir auch ganz (dies passierte allerdings nicht so häufig wie man annehmen mag).

Für Germanistikstudenten und allgemein Interessierte sicherlich nicht die schlechteste Lektüre.